Nina Schuiki
Räumen
(within, your eyes are
windows to a land where)
02.08.-06.09.2014

"Von August bis Anfang September wird die Sox-Vitrine zu einer Bildfläche, die ein wildes Dickicht zeigt. In den Wildwuchs hinein hat die Künstlerin ein großes Loch geschlagen. Es gibt den Blick jedoch nicht in einen Berliner Hinterhof frei, der sich hinter der Vitrine befinden müsste. Stattdessen stehen wir einer weißen, wohl himmelwärts gerichteten Leere gegenüber, die den Blick in einen imaginären Raum freigibt – es wird Raum eröffnet, wo eigentlich keiner ist.
Durch das Anbringen des Bildes hat Nina Schuiki den Spiegeleffekt des Vitrinenglases derart verstärkt, dass dort permanent gut sichtbar das urbane Geschehen reflektiert wird. Die Bildebene verschmilzt mit dem Augenblicklichen und wird zu einer sich stets verändernden Projektionsfläche.
Auf Wunsch der Künstlerin wurden die Efeu- ranken, welche über die Vitrine wuchern nicht – wie sonst üblich – zurückgeschnitten. Sie vermitteln zwischen dem abgebildeten Grün und dem realen Umraum, erweitern scheinbar das Dickicht des Bildes und lenken den Blick darauf, was sich ohnehin unbemerkt im Stillen vollzieht: Die Natur erobert sich ihren Umraum zurück.
Nina Schuiki macht die Ranken zu ihren beharrlichen Verbündeten. So schafft die Künstlerin eine wechselvolle Inszenierung aus den real vorhandenen Pflanzen im Zu- sammenspiel mit der abgebildeten Natur und lässt diese anhand der Spiegelungen wie geisterhaft mit dem unablässigen bunten Treiben der Oranienstraße verschmelzen."

Akiko Bernhöft

Nina Schuiki
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