Seongwon Park & Lasse Müller

Neben-über und Gegen-an

Opening: 14. Februar 2026

15.2.26 – 23.4.26

Die zwei Kästen stellen die gleiche Situation dar; „zweimal gesehen“, zweimal nachgebildet.
Kennen Sie den Blick aus dem Fenster; wie sehr sind Sie mit dem Blick auf die gegenüber liegende Fassade vertraut.
Die eigene Fassade aber, womöglich sogar sich selbst, wie Sie aus dem Fenster schauen, können sie nicht ohne Weiteres
beobachten.
In der Installation geht es nicht unbedingt um das konkrete soziale Verhältnis zum gegenüber lebenden Nachbarn;
ob man sich kennt oder nicht.
Es geht eher darum wie man sich gegenseitig und – überhaupt wahrnehmen kann:
Dass man das Äußere mit Blicken besieht aber nicht sich selbst.
man das Äußere beobachten kann, aber davon ausgehen muss, dass in jemandem gegenüber auch ein „Inneres“
ruht wie in einem selbst.
jede Situation, unabhängig davon wie wir sie sehen auch umgedreht werden kann; (und diese „Blickrichtung“ nicht
schwerer oder leichter wiegt?)
Jeder Mensch seine Welt hat, aber niemand sie teilen kann.*
die Perspektive erst den Blick auf die Welt ermöglicht, aber ein „Verständnis von allem“ in dieser Subjektivität immer
unvollständig bleibt.
wir übersehen, weil wir nicht alles überblicken können…
Und hier eine Spannung liegt. Ein ewig gespannt bleiben
Der tote Winkel, die eigene Fassade beim Blick aus dem Fenster, oder das was hinter anderen Fassaden liegt.
Die eigenen Augen die wir nicht sehen beim Blick in die Augen der anderen; während wir das nicht sehen, was beim anderen
sicherlich dahinter liegt.
Hat jemand sich je entschieden eine Perspektive zu haben?

 

Foto: Kaja Krebs